
Endlich zielgerichtet wissenschaftlich lesen
Promovierende müssen viel lesen. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Text vollständig, linear und mit derselben Intensität bearbeitet werden muss. Wer allerdings ohne konkrete Frage liest, sammelt häufig Markierungen und Notizen, kann das Gelesene später nur schwer für den Forschungsstand, die theoretische Arbeit oder die eigene Argumentation nutzen.
Der Workshop zeigt, wie wissenschaftliches Lesen gezielt gesteuert werden kann. Ausgangspunkt ist nicht der Text allein, sondern der eigene Informationsbedarf: Was möchte ich aus diesem Text erfahren, was darf ich von ihm erwarten? Wie genau muss ich ihn dafür lesen? Welche Aussagen, Begründungen und methodischen Entscheidungen sind relevant? Und was folgt aus der Lektüre für mein eigenes Projekt?
Die Teilnehmenden erproben, Texte mit unterschiedlichen Leseaufträgen mit und ohne KI-Unterstützung zu erschließen, Argumentationsstrukturen sichtbar zu machen und Notizen so anzulegen, dass sie beim Denken und Schreiben weiterhelfen. Je nach Dauer arbeiten sie mit vorbereitetem Material oder mit Texten aus ihrem eigenen Promotionsprojekt.
So wird Lesen von einer häufig unübersichtlichen Sammelaktivität zu einem bewussten Teil des Forschungs- und Schreibprozesses.
- Leseziel und Informationsbedarf vor der Lektüre klären
- Lesetiefe, Vorgehensweise und KI-Einsatz bewusst entscheiden
- Zentrale Aussagen und Argumentationsstrukturen rekonstruieren
- Wissenschaftliche Texte vergleichend einordnen
- Erkenntnisse für die eigene Forschung und das spätere Schreiben sichern
Gut zu wissen
Für wen eignet sich der Workshop?
Für Promovierende, die viel lesen müssen und das Gelesene später für Forschungsstand, Theoriearbeit und eigene Argumentation nutzbar machen wollen – mit und ohne KI-Unterstützung.
Was nehmen die Teilnehmenden mit?
Sie klären ihr Leseziel vor der Lektüre, entscheiden Lesetiefe und KI-Einsatz bewusst und legen Notizen so an, dass sie beim Denken und Schreiben weiterhelfen.
Für wie viele Teilnehmende ist der Workshop ausgelegt?
Bis zu 16 Teilnehmende.
Welchen Mehrwert bietet der Workshop für Graduiertenprogramme?
Der Workshop verbindet Lesen, Recherche und Schreiben und legt damit die Grundlage für tragfähige Forschungsstände und wissenschaftliche Argumentation in den Qualifikationsarbeiten.

- Der Workshop unterstützt dabei, wissenschaftliche Literatur gezielter und zeitsparender zu lesen.
- Er hilft, zentrale Aussagen, Begründungen und Grenzen eines Textes sicherer zu erkennen.
- Er verbessert die Verbindung zwischen Lesen, Denken, Recherche und Schreiben.
- Er fördert einen bewussten Umgang mit Literatur und schafft eine Grundlage für Forschungsstand, Theoriearbeit und wissenschaftliche Argumentation.
- Vorteile von konkreten Lesezielen verstehen
- Entscheidungskriterien für den KI-Einsatz anwenden
- Lesestrategien und -techniken bewusst anwenden
Der Kompaktworkshop ist flexibel in drei Längen buchbar: 90, 120 oder 180 Minuten. Die längeren Formate bieten – je nach Gruppengröße – mehr Raum für intensiven Austausch, vertiefte Reflexion sowie eine detaillierte Situationsanalyse und den Praxistransfer.

Dr. Andrea Klein ist als Dozentin, Coach und Autorin für wissenschaftliches Arbeiten und den verantwortungsvollen Einsatz von KI tätig. Sie arbeitet mit Hochschulen, Lehrenden, Promovierenden und Studierenden.
Andrea Klein ist Initiatorin und Mitentwicklerin des Referenzrahmens WISAR sowie Gründungsmitglied und Mitglied im Leitungsteam des Virtuellen Kompetenzzentrums VK:KIWA (Künstliche Intelligenz in Bildung, Wissenschaft und Arbeitswelt).
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