
Aus qualitativen Daten werden Geschichten
Viele qualitativ Forschende verfügen über reichhaltiges Material – Interviews, Beobachtungsprotokolle, Feldnotizen – und tun sich doch oftmals schwer, daraus eine kohärente wissenschaftliche Erzählung für Kapitel oder Paper zu entwickeln. Die Fülle der Daten wirkt dann eher lähmend als hilfreich.
Der Workshop vermittelt bewährte Erzählmuster für qualitatives Material, etwa den chronologischen Verlauf, den Kontrast oder das Puzzle, und zeigt, wie sich ein passendes Muster begründet auswählen lässt.
Die Teilnehmenden ordnen ihr eigenes Material den vorgestellten Mustern zu und erproben ein passendes Muster an einem mitgebrachten Datenausschnitt. In Kleingruppen diskutieren sie die Möglichkeiten, ihr Material in ihren Forschungsprojekten und Publikationen anschaulich zu präsentieren.
Aus einem Berg an Rohdaten wird so ein erster erzählerischer Entwurf – ein konkreter Ansatzpunkt für das weitere Schreiben, statt dem Gefühl, in der Datenmenge zu versinken.

- Den Mehrwert von Erzählstrukturen für qualitative Daten verstehen
- Das passende Muster für das eigene Material begründet auswählen
- Einen ersten erzählerischen Entwurf am eigenen Datenausschnitt entwickeln
Gut zu wissen
Für wen eignet sich der Workshop?
Der Workshop „Aus qualitativen Daten werden Geschichten“ richtet sich an Promovierende, die über umfangreiches qualitatives Material verfügen – Interviews, Beobachtungsprotokolle oder Feldnotizen – und daraus eine kohärente wissenschaftliche Erzählung für ein Kapitel oder ein Paper entwickeln wollen.
Was nehmen die Teilnehmenden mit?
Sie setzen Erzählstrukturen gezielt für ihre eigene qualitative Auswertung ein, übertragen Prinzipien des Erzählens auf ihre Forschung und reflektieren die Auswertung mit Blick auf die spätere Verschriftlichung. Am Ende steht ein erster erzählerischer Entwurf am eigenen Datenausschnitt.
Für wie viele Teilnehmende ist der Workshop ausgelegt?
Für bis zu 14 Promovierende. In der 90-Minuten-Fassung arbeitet der Workshop input- und übungsorientiert, in der 180-Minuten-Fassung kommt Peer-Feedback dazu; dann sind 8 bis 12 Teilnehmende sinnvoll, damit jede Person genug Zeit hat.
Welchen Mehrwert bietet der Workshop für Graduiertenprogramme?
Der Workshop beugt Verzögerungen im Schreibprozess vor und entlastet die Betreuung bei wiederkehrenden Rückfragen zur Verschriftlichung qualitativer Daten. Die Erzählmuster sind übertragbar und über den Workshop hinaus für jedes weitere Kapitel und jede Publikation nutzbar.
- Der Workshop reduziert die Hürde, aus umfangreichem qualitativem Material einen ersten Text zu entwickeln.
- Er vermittelt übertragbare Erzählmuster, die über den Workshop hinaus für jedes weitere Kapitel und jede Publikation nutzbar sind.
- Er schafft einen konkreten Schreibanlass, statt dass Forschende angesichts der Datenmenge ins Stocken geraten.
- Er beugt Verzögerungen im Schreibprozess vor und entlastet die Betreuung bei wiederkehrenden Rückfragen zur Verschriftlichung qualitativer Daten.
- Erzählstrukturen gezielt für die eigene qualitative Auswertung einsetzen
- Prinzipien des Erzählens auf die eigene Forschung übertragen
- Die eigene Auswertung mit Blick auf ihre spätere Verschriftlichung reflektieren
- (bei 180 Min) Strategien für den weiteren Schreibprozess ableiten
Der Kompaktworkshop ist flexibel in drei Längen buchbar: 90, 120 oder 180 Minuten. Die längeren Formate bieten – je nach Gruppengröße – mehr Raum für intensiven Austausch, vertiefte Reflexion sowie eine detaillierte Situationsanalyse und den Praxistransfer.

Dr. Sarah Weber ist Ethnologin und Methodencoach für qualitative Forschung. Sie begleitet im Rahmen von Workshops Promovierende, Postdocs und Forschungsteams durch den gesamten Prozess qualitativer Forschung – von der Datenerhebung über die Auswertung bis zur Verschriftlichung – und hat dafür u.a. unterschiedliche Selbstlern-Materialien zur erzählerischen Aufbereitung qualitativer Daten entwickelt.
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