Ich schaffe das!

Wie Glaubenssätze das Promovieren erleichtern können.

Finde Deinen Glaubenssatz: Bewusst oder nicht bewusst, wir alle haben ständig Glaubens-Sätze im Kopf, die uns motivieren oder aber nicht. Wir führen einen stetigen (Selbst-) Dialog, mit dem wir uns ermutigen und noch viel öfter an uns zweifeln. Meistens merken wir nicht, wie wir uns selber de-motivieren und und daran hindern, Ziele zu erreichen und Probleme zu lösen.

Wo kommen die Glaubens-Sätze her?

Ermutigende oder entmutigende Sätze entstehen oft schon in der Kindheit. Sätze wie „Das schaffst Du sowieso nicht“, Werd nur nicht übermütig“, „Du bist nur gut, wenn Du lieb/perfekt bist“, „Eigenlob stinkt“ oder „Qualität kommt von Qual“ begleiten uns teilweise schon unser Leben lang. Zu diesen Sätzen, die wir von anderen gehört haben, kommen noch die Sätze, die aus eigenen Erfahrungen entstanden sind. Dauernd bewerten wir Erlebnisse und ordnen sie in bestimmte Kontexte ein. Manche dieser Sätze sind richtig, andere sind falsch. Ob die Welt immer schlechter wird oder ob Du immer nur Pech hast, ist meist eine eher subjektive Einschätzung – die Dich allerdings trotzdem dabei beeinflusst, ob und wie du Dein Ziel erreichst.

Das Problem an diesen Glaubens-Sätzen ist, dass wir sie meist nicht bemerken und sie so ganz leise still und heimlich unsere Schaffensfreude, unsere Motivation und unser Vorankommen behindern Hier ein Blogbeitrag zu Impulsen für die Motivation. Möglicherweise machen diese Sätze in bestimmten Kontexten Sinn, aber sicher nicht dafür, eine Promotion abzuschließen.

Finde Deinen Glaubenssatz: Hilfreiche Glaubenssätze für die Promotion

Für die lange und teilweise anstrengende Forschung-und Schreibphase brauchst Du Mut. Ein Teil dieses Mutes kann aus positiven Sätzen und positiven Erfahrungen entstehen. Du musst sie Dir nur bewusst machen und dafür die unbewussten, einschränkenden Glaubens-Sätze in den Griff bekommen.

Für die Promotionsphase brauchst du viele hilfreiche motivierende Sätze.

  • Ich schaff das schon!
  • Et hät noch immer jot jejange! (übrigens gibt es noch einige andere hilfreiche Sätze im „Kölner Grundgesetz“
  • „andere haben das auch schon geschafft“
  • „Versuch macht klug“
  • „Ich bin genau die richtige für dieses Projekt“

Motivierende Sätze für die Endphase

Möglicherweise musst du am Ende des Promotionsprojektes, also einige Monate vor Abgabe Deine motivierenden Sätze noch einmal verschärfen:

  • „ich lass das jetzt so!“
  • „80 % müssen reichen“
  • „die Diss ist nur gut, wenn sie eingereicht ist“
  • „Hau weg den Scheiß“ (ja, eigentlich ein Trinkspruch)

Finde Deinen eigenen Satz-Das kannst Du tun:

  • Beobachte Dich eine Zeit lang. Notiere die Glaubenssätze, die Dir begegnen.
  • Analysiere im nächsten Schritt diese Sätze. Sind sie motivierend und stärkend? Oder behindern sie Dich in Deinem Vorankommen?
  • Filtere die Sätze heraus, die letztlich für Dich sind und schreibe sie auf. Solltest Du nicht genügend motivierende Sätze im Repertoire haben, dann suche Dir neue.

Du kannst Dich überall inspirieren lassen: durch die Werbung, durch Sprichwörter oder andere Sätze, die beispielsweise im Sport genutzt werden. Wichtig ist das, dass diese Sätze von Dir selbst gebildet werden und der Inhalt Deine besonderen Vorlieben und Deiner Sprache entspricht. Im Prinzip muss bei Deinem Satz etwas in dir jubeln, sollte der Satz mit einem Gefühl verbunden sein. Hilfreich ist es auch, mit Bildern und Metaphern zu arbeiten. Schließlich wissen wir alle, das am Ende des Regenbogens ein Topf voll Gold wartet, oder?

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Dr. Jutta Wergen

Wissenschafts-Coach, Schreibtrainerin/Schreibcoach für wissenschaftliches Schreiben, Sozialwissenschaftlerin, Autorin, Trainerin im Hochschulkontext, Hochschuldidaktische Multiplikatorin, Nachwuchsförderung und -forschung. Workshops, Einzelcoachings, Moderationen, Konzeptionierungen und immer bereit für neue Ideen!