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Warum es sich in der Promotion lohnt, auf Gemeinschaft zu setzen!

Warum es sich in der Promotion lohnt, auf Gemeinschaft zu setzen!

Warum es sich in der Promotion lohnt, auf Gemeinschaft zu setzen!

Alleine ptromovieren ist  keine gute Idee! Weil Du im team immer erfolgreicher bist!

Wer Großes vorhat oder wer eine Herausforderung bewältigen muss, tut dies meistens nicht allein!

Was wäre Pippi Langstrumpf ohne Thomas und Annika?
Was wäre Iron Man ohne Thor, Captain America und ohne Hulk bei den Avengers?
Was wäre Schneewittchen ohne die 7 Zwerge (oder die 6 Zwerge ohne den 7. Zwerg)?
Was wäre Frodo Beutlin ohne die Gefährten?
Was wäre Harry Potter ohne Ron Weasley und Hermine Granger?

Erfolgreiche Menschen, selbst Superhelden und Superheldinnen sind selten alleine erfolgreich, sie sind immer Mitglieder eines Erfolgsteams. Und so ist es nur logisch, dass auch Promovierende die Ressource eines Teams, bzw. einer Promotionsgruppe nutzen sollten! Und schließlich, seien wir mal ehrlich, ist eine Promotion nur etwas für Superhelden/innen!

Hier liest Du, warum jede/r eine Promotionsgruppe haben sollte und was Du tun kannst, um Deine Promotionsgruppe zu deinem Erfolgsteam zu machen!

Ich erlebe, dass Promovierende in Workshops, Trainings oder im Einzelcoaching ab und an leuchtende Augen bekommen und begeistert sind. Meistens dann, wenn sie über ihr Promotionsthema sprechen, aber noch öfter, wenn sie erzählen, wie viel Stärke ihnen ihre Promotionsgruppe gibt.

Kennst Du das? Oder gehörst Du (noch) zu denen, die in Einsamkeit und Freiheit promovieren?

Bei einer kleinen Umfrage, bei der ich 25 Promovierte gefragt habe, was sie wesentlich für den erfolgreichen Abschluss ihrer Promotion sehen würden, hat mich das Ergebnis sehr erstaunt.

• Nein, die meisten nannten nicht die Promotionsbetreuung!

• Nein, sie nannten auch nicht das Angebot an Weiterbildung zu Schlüsselkompetenzen.

• Nein, es war auch nicht die strukturierte Promotion!

• Komischerweise war es auch nicht eine sichere Finanzierung, die den befragten Promovierten spontan eingefallen ist.

Die meisten Promovierenden sagten, dass der Austausch mit anderen Promovierenden und vor allem, dass Promovierende in Gemeinschaft für sie der Schlüssel zum Erfolg ihrer Promotion gewesen sei!
Oft war es eine Gruppe unterschiedlicher Promovierender, also weder gehörte die gesamte Gruppe zur gleichen Fachdisziplin, noch zum gleichen Lehrstuhl, bzw. zu einer Promotionsbetreuung.
Meist sind die Promotionsgruppen daraus entstanden, dass sich Promovierende auf einer Konferenz getroffen haben, zum Beispiel beim Magdeburger Methodentreffen. Andere waren Stipendiaten und Stipendiatinnen eines Begabtenförderungswerkes, oder sie haben sich bei einer Nachwuchsgruppe, zum Beispiel einer wissenschaftlichen Fachgesellschaft oder über andere Promovierende kennen gelernt.

Ich weiß, dass meine kleine Umfrage sicher nicht reliabel ist, und ich weiß nicht, ob das Ergebnis bei einer größeren Umfrage das gleiche wäre. Aber es hat mir gezeigt, wie wichtig, Promotionsgruppen, ob sie nun Promotionsgruppe, Erfolgsteam, Mikro-AG oder Mastermind-Gruppe heißen, für die Promotionsphase sind.

Zum Weiterlesen: Erfolgsteam – Kollegiale Beratung  und Unterstützungsgruppe während der Promotion

Warum auch Du eine Promotionsgruppe haben solltest

  • Du promovierst nicht mehr alleine und schließlich ist geteiltes Leid, halbes Leid!
  • Die anderen in Deiner Gruppe sind daran interessiert, dass Du Fortschritte machst. Das motiviert dich.
  • Du hast die Möglichkeit über die Inhalte und die Organisation Deiner Dissertation zu reflektieren.
  • Du erhältst Feedback auf Deine Arbeitsprozesse und kannst sie gegebenenfalls verbessern.
  • Du musst Begründungen finden. Die anderen Mitglieder deiner Promotionsgruppe werden Fragen haben, beispielsweise wie Du Deine Methoden verwendest, wie Deine Forschung aufgebaut ist und auf welcher Grundlage Du Daten auswertest. Das hilft Dir in Deinem Promotionsprozess ungemein, denn auch Deine Promotionsbetreuung wird Fragen haben, in Deinem Kolloquium wirst Du Fragen beantworten müssen und schließlich auch bei Deiner Disputation. In Deiner Promotionsgruppe trainierst Du also schon das Antworten auf Fragen.
  • Du musst Dich rechtfertigen. Das hört sich zunächst gar nicht wie ein Vorteil an, aber das Du anderen Deine Ziele erklärst und wie Du auf bestimmte Zusammenhänge kommst, führt dazu, dass Du Dich selber überprüfen kannst. Gute Argumente für die eigene Forschung oder die eigene Karriereplanung zu finden, führt zu mehr Sicherheit.
  • Die Promovierenden in Deiner Promotionsgruppe haben ähnliche Probleme wie Du und verstehen Dich deswegen. Das ist besonders dann wichtig, wenn in Deinem Umfeld niemand außer Dir promoviert und niemand die Besonderheiten der Promotion verstehen kann. Beispielsweise gab es während meiner Promotion in meinem Umfeld relativ wenige Leute, die wussten, wie lange eine Promotion dauert. Das führte dazu, dass ich bereits im zweiten Jahr der Promotion öfters gefragt wurde: „Waaaas, Du bist immer noch nicht fertig?????“
  • Du kannst Zweifel offen aussprechen. In Deiner Promotionsgruppe wird wahrscheinlich niemand sagen: „Ich habe Dir doch gleich gesagt, dass promovieren eine schlechte Idee ist…“.
  • Du kannst Dir andere Erfolgsstrategien abschauen und Du kannst von den anderen Promovierenden erfragen, wie sie bestimmte Dinge organisieren oder gestalten. Du bekommst Tipps, wie Du manche Dinge besser machen kannst.
  • Du darfst auch mal scheitern, Fehler machen und gar nicht erfolgreich sein. Wer, außer Deiner Promotionsgruppe kann Dich besser verstehen und unterstützen?

Promotion in GemeinschaftWie ihr Eure Promotionsgruppe zu Eurem Erfolgsteam macht!

Wer eine Promotionsgruppe hat, sollte einige Regeln beachten, damit die Promotionsgruppe während der Promotionsdauer bestehen bleibt, Unterstützung bietet und eine Ressource für alle Mitglieder ist.

  • Die Gruppe sollte nicht zu groß sein. Zwar bringen viele Personen viele Ideen, allerdings bringen viele Personen auch viel Chaos (wahrscheinlich). Eine Gruppe, die nicht größer als vier oder fünf Personen ist, ist schon gut.
  • Die Treffen sollten in einem geeigneten Raum ablaufen. Also weder in der Bibliothek, noch im Café, sondern an einem Ort, an dem die Gruppe ungestört ist und wo es möglich ist, auch persönliche Probleme anzusprechen.
  • Es sollte die Möglichkeit geben, sich auch online zu vernetzen. Sei es ein Dropbox-Ordner, auf den Ihr Dokumente hochladet oder Treffen zwischendurch auf Skype, um sich beispielsweise einmal kurz auszutauschen oder schnell zu motivieren.
  • Der Zeitrahmen sollte vorher abgeklärt sein, genauso wie die Verteilung der Zeit auf die einzelnen Gruppenmitglieder. Dabei könntet Ihr die Treffen so gestalten, dass bei jedem Treffen jede Person die gleiche Zeit zur Verfügung hat oder aber ihr legt Schwerpunkte, dass bei jedem Treffen jeweils eine Dissertation im Mittelpunkt steht. Es gibt Promotionsgruppen, die sich alle drei Monate zwei Tage lang treffen. Es gibt aber auch Gruppen, die sich monatlich oder zweiwöchentlich für einen halben Tag treffen. Es gibt auch ganz kleine Promotionsgruppen, die aus zwei Personen bestehen und sich einmal in der Woche treffen.
  • Ihr solltet innerhalb der Promotionsgruppe absprechen, wie Ihr miteinander umgehen wollt. In der Wissenschaft gibt es je nach Fachdisziplin unterschiedliche Gewohnheiten. In der Wissenschaft ist es oft üblich, nach Fehlern und Defiziten zu suchen. Das hat sicher die Wissenschaft sehr weit vorangebracht, ist allerdings in einer Promotionsgruppe wenig hilfreich, denn eine Promotionsgruppe dient zur Unterstützung der einzelnen Promotionsprojekte. Darum solltet Ihr besprechen, auf welche Art und Weise Ihr Euch untereinander Feedback gebt und Ihr solltet auch den wertschätzenden Umgang miteinander planen.
  • Bei jedem Treffen der Promotionsgruppe sollten individuelle Ziele vereinbart werden: Wo willst Du beim nächsten Treffen in Deiner Promotion stehen, was planst Du und wie willst Du Dich entwickeln. Das ist auch gleichzeitig ein Auftrag an Dich selbst, der Verbindlichkeit bedeutet.
  • Vielfalt bringt vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten: Du brauchst nicht unbedingt nach Personen suchen, die aus Deiner Fachdisziplin kommen. Gerade die Unterschiede in den Disziplinen bieten Potenzial für Dein eigenes Vorankommen. Wenn Ihr aus unterschiedlichen Disziplinen kommt, seid Euch dessen bewusst und bleibt flexibel. Außerdem hast Du wahrscheinlich genug Feedback aus Deiner eigenen Fachdisziplin, beispielsweise durch dein Promotionskolloquium.

 

Warum Promotion in Gemeinschaft funktioniert „To go“:

  • Eine Promotionsgruppe kann Dich sehr gut bei Deiner eigenen Promotion unterstützen. Sie bietet dir Strukturen und die Möglichkeit zum Austausch.
  • Die Gruppe sollte nicht zu klein, bzw. nicht zu groß sein und sich ungestört treffen können.
  • Alle Promovierenden der Gruppe sollten gerecht beteiligt werden und die gleiche Zeit für die Besprechung ihres Promotionsprojektes bekommen.
  • Um die Promotionsgruppe maximal zu nutzen, ist es hilfreich einige Regeln festzulegen, bzw. zu beachten.
  • Die Gruppe funktioniert nur, wenn sich alle aktiv beteiligen. Dazu gehört, sich auch bei der Unterstützung der anderen zu beteiligen.
  • Vielfalt bringt vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.
  • Für Protokolle, Regeln oder den Austausch von Dokumenten kann man gut Online-Tools, wie z.B. auch eine Dropbox nutzen.