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Zeitplan Promotion
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Zeitplan Promotion

Zeitmanagement in der Promotionsphase aussichtslos?

Zeitplan Promotion: Es gibt immer mehr als einen Plan: Warum Zeitpläne in der Promotion nicht funktionieren und wie Du trotzdem ein gutes Zeitmanagement hinbekommen kannst.

Die Zeitplanung in der Promotion kostet Nerven! Einen ersten Zeitplan zu erstellen macht vielleicht sogar noch Spaß, der zweite vielleicht auch. Irgendwann, meistens eher früher als später stellen Promovierende fest, dass es kaum möglich ist, einen Promotions-Zeitplan zu erstellen- wobei es meistens weniger darum geht einen Zeitplan zu erstellen, als diesen auch einzuhalten – .

„Eigentlich sollte ich doch schon viel weiter sein..“

Kennst Du dieses Gefühl, dass Motivation und den Energielevel senkt?

Hier die Gründe für die Planbarkeit von Zeit in der Promotionsphase und einige Tipps, wie Du trotzdem ein gutes Zeitmanagement für die Promotion hinbekommst:

Woran liegt es, dass Promovierende ihren Zeitplan nicht einhalten?

Der Arbeitsaufwand für die Dissertation ist im Vorhinein nicht zu überblicken. Das liegt einerseits daran, dass die meisten Promovierenden ihre erste Doktorarbeit schreiben, also keine Erfahrung über die Zeitplanung des Promovierens haben. Es ist also schlicht unmöglich, einen realistischen Zeitplan aufzustellen.

Viele Unwägbarkeiten können nicht geplant werden, beispielsweise Experimente die schieflaufen oder keine Ergebnisse bringen oder Untersuchungsgruppen, die nicht so sind, wie sie sein sollten, Literatur, die nicht aufzutreiben ist oder Promotionsbetreuende, die keine Zeit für Feedback oder Betreuungsgespräche haben.

Oft werden „Metazeiten“ nicht mitgeplant. Es wird beispielsweise die Zeit für eine Recherche eingeplant, dann aber nicht die Zeit, bestimmte Wege zu überwinden (beispielsweise der Weg in die Bibliothek). Zeit brauchst Du auch, um die recherchierten Dokumente zu drucken, in das Literaturverwaltungssystem einzupflegen, ausgedruckte Dokumente zu sortieren und abzulegen oder um die gefundenen Daten zu analysieren.

Bei der Zeitplanung für die Promotionsphase wird oft nicht bedacht, dass es ein Leben neben der Promotion gibt. Private Termine, Urlaubszeiten, Arbeitszeiten und Ausfallzeiten werden bei der Planung nicht berücksichtigt. Oft werden zu viele Stunden des Tages für die Promotionszeit kalkuliert und im Nachhinein festgestellt, dass diese Kalkulation nicht der Realität entspricht.

Zeitplan Promotion: Es gibt nicht nur DEN EINEN Plan!

Wie Du Deinen Zeitplan in der Promotion einhalten kannst: Tipps für den Zeitplan Promotion

Um den Zeitplan in der Promotion einzuhalten brauchst Du ein paar Tricks. Vor allem ist es klug, umzudenken: Du musst nicht Deine Zeit dem Plan anpassen, sondern Deinen Plan an die Zeit, die Dir zur Verfügung steht.

Es gibt nicht nur einen Zeitplan in der Promotion. Sinnvoll ist es, auf mehrere Planungstools zurückzugreifen. Letztendlich ist es die Kombination, die den Erfolg des Zeitmanagements ausmacht – wobei es auch um den Überblick über die Promotionsphase geht. Vielleicht auch nur den „gefühlten Überblick“ und der ist wichtiger als man denkt!

Der Plan für den groben Überblick

Erstelle einen Plan für den Überblick: Schreibe alles auf, was Du an Tätigkeiten in Deiner Promotionszeit erwartest. Versuche möglichst jeden Schritt Deiner Forschung zu erfassen. Schreibe Arbeits-Pakete auf und auch welche einzelnen Tätigkeiten dazugehören. Verteile diese einzelnen Arbeitspakete auf Deiner Timeline. Wichtig! Erwarte nicht, dass Du diesen Zeitplan als „Plan“ einhalten kannst, er dient Dir nur für eine grobe Übersicht.

Wenn Du die räumliche Gelegenheit dazu hast, kannst Du diese Planung visualisieren, beispielsweise mit Post-its oder auf einer großen Pinnwand.

Du könntest auch Projektplanung-Tools, Apps wie Trello *oder Evernote nutzen.

Die inhaltliche Planung Deiner Dissertation

Erstelle zusätzlich zu dem Zeitplan einen Plan für die Inhalte Deiner Dissertation. Dazu eignet sich die Schreibübersichtstabelle, die Du um die Spalte Datum/Zeit ergänzen kannst. Du könntest auch eine Spalte Prozent einfügen, in der Du vermerkst, wie viel Prozent Du bereits fertig hast.

Erstelle eine To-do-Liste

Schreibe Dir einzelne Tätigkeiten auf, die Du nacheinander abarbeiten kannst. Erstelle jede Woche am Anfang der Woche oder am Ende diese Liste. Reserviere beispielsweise jeden Montagmorgen eine Stunde für die Planung/Reflexion. Versuche möglichst viele Dinge auf dieser Liste zu erledigen und schreibe die unerledigten Punkte auf die Liste für die nächste Woche. So kannst Du, wenn Du einmal Leerlauf hast, immer etwas Sinnvolles tun, sofern Du es möchtest. Du wirst sehen, dass es Punkte gibt, die schnell abgearbeitet sind und andere, die etwas länger dauern. So kannst Du Aufgaben mal eben abarbeiten, wenn Du wenig Zeit hast und andere Aufgaben auf längere Zeitphasen verteilen.

Plane für jeden Tag Arbeit an Deiner Dissertation ein

Die Regelmäßigkeit macht’s! Wenn Du Deine Dissertation erfolgreich zu Ende bringen möchtest, solltest Du Dir angewöhnen, regelmäßig an der Dissertation zu arbeiten. Für den Fortschritt der Arbeit ist es besser, jeden Tag an der Dissertation zu arbeiten, an manchen Tagen auch nur kurz. Das hilft Dir, dran zu bleiben, keine großen Lücken zwischen den einzelnen Arbeitsschritten entstehen zu lassen und immer weiter voranzukommen. Dabei wird es Tage geben, an denen Du recht lange an Deiner Dissertation arbeitest, während Du an anderen Tagen vielleicht nur 30-60 Minuten zur Verfügung hast.

Reflektiere jede Woche Deine Planung

Erstelle Dir für jede Woche einen Wochenplan, beispielsweise den 1-3-5 Plan oder den Herz-ist-Trumpf-Plan. Nimm Dir jede Woche eine feste Zeit vor, in der Du Deine Zeit planst. Vergiss dabei nicht, auch private Termine zu berücksichtigen, und bleibe vor allen Dingen realistisch, was Du schaffen kannst.

 Führe eine „Getan“-Liste

Schreibe jeden Tag auf, was Du getan hast. Notiere Deine verwendete Zeit und gegebenenfalls auch das, was Du (für Deine Promotion) getan hast. Diese Liste hilft Dir dabei, Dich weiter zu motivieren und die einzelnen Erfolgsschritte zu sehen. Du bekommst dabei auch ein Gefühl dafür, wie lange etwas dauert und kannst das dann bei der konkreteren Zeitplanung berücksichtigen. Diese Liste kannst Du übrigens auch ganz gut führen, indem Du das in Deine Schreib-Übersichts-Tabelle einträgst und diese immer unter dem aktuellen Datum speicherst.

Trage Feedback und Beratungs-Gespräche in Deine Zeitpläne ein

Vereinbare mit Deiner Promotionsbetreuung, Deinem Kolloquium oder Deinen Kollegen und Kolleginnen regelmäßige Feedback-Gespräche. Trage diese in Deinen Kalender ein und arbeitete daraufhin. Diese Termine können Dir dabei helfen, Deine Arbeitszeit in der Promotionsphase zu strukturieren.

Vernetze Dich

Tausche Dich regelmäßig mit anderen über Deine Zeitplanung aus. Dabei kannst Du andere Erfolgsstrategien kennenlernen. Dazu ist es sinnvoll, eine feste Gruppe zu haben, mit der Du Dich regelmäßig triffst. Das kann ein Erfolgsteam sein, wie wir es im online Coaching Programm Projekt Promotion bilden oder eine Gruppe von Kollegen und Kolleginnen.

Zusammengefasst und in Kürze:

Die Promotions-Zeit hat ihre eigene Logik

  • Die Zeitplanung während der Promotion ist fast nicht möglich.
  • Zeit im Voraus zu planen ist in der Promotionsphase schwierig. Erstelle einen Übersichtsplan und plane zusätzlich kurze Zeiten, z.B. Wochen (und behalte den Übersichtsplan im Blick).
  • Plane neben der Zeit die Inhalte der Dissertation stetig mit.
  • Du kannst Deine Planung visuell, mit Papier und Post-its oder elektronisch/digital, z.B. mit Projektmanagements-Apps, unterstützen.
  • Bleibe regelmäßig dran und reflektiere Deine Zeit-Verwendung. Identifiziere was gut läuft und was Du ändern möchtest.
  • Am besten ist es, mehrere Zeitpläne zu haben. Finde heraus, was für Dich am besten funktioniert und schaffe eine Zeitplanungs-Routine.

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