Die Da-Vinci-Formel

Rezension des Buches „Die Da-Vinci-Formel. Die sieben Erfolgsgesetze für innovatives Denken. Was wir von Renaissance-Genie lernen können.

Das Buch hat mich sofort angesprochen, denn Promovierenden hat auch immer sowohl etwas mit Erfolg als auch mit Innovation zu tun. Zumindest dann wenn die Dissertation eingereicht ist. Darum fand ich es spannend, die sieben Erfolgsgesetze zu kennen -außerdem hat sich das irgendwie machbar an.

In dem Buch von Jens Möller wird Leonardo da Vinci zunächst vorgestellt: 1452 geboren und bis zu seinem Todestag 1519 zahlreichen unterschiedlichen Sparten aktiv. Er war nicht nur ein berühmter Maler, sondern entwickelte auch Flugmaschinen und ein Abwassersystem. Außerdem fand er heraus, wie Herz und Blutkreislauf funktionieren, bevor er sich dem Thema der Energiegewinnung aus Sonnenlicht widmete. Also ein Genie!

Das Buch beschäftigt sich damit, herauszufinden, was er nun gemacht hat, um in dieser Form produktiv zu sein. Hier stelle ich die sieben Erfolgsgesetze vor und beziehe sie auf das Thema Promotion

Erfolgsgesetz 1: Umgibt dich mit inspirierenden Menschen

inspirieren der Menschen zu finden, wird in der Umgebung von Universitäten und Hochschulen wahrscheinlich gar nicht mal so schwer sein. Vielleicht ist es an dem Zusammenhang wichtig, die Angebote zu nutzen, die vorhanden sind. Welche Expertise gibt es in deiner Umgebung und wie kannst du sie nutzen? Schaffe dir ein inspirieren des Umfeld. Andererseits muss man in der Wissenschaft wahrscheinlich aufpassen, sich nicht andauernd in jede Richtung inspirieren zu lassen. Mir ist aufgefallen, dass es auch in der Wissenschaft Menschen gibt die ein demotivieren. Darum könnte zu diesem Erfolgsgesetz wahrscheinlich gehören, dass Du Dich von Menschen, die Dich demotivieren, zurückziehst.

Erfolgsgesetz 2: Klaue gute Ideen und perfektioniere sie.

Nun ja, das ist natürlich nicht das, was ich in der Promotionsphase unbedingt empfehlen würde, schließlich ist da ja auch die Gefahr von Plagiaten ziemlich hoch. Aber auch in der Wissenschaft geht es darum, Ideen anderer weiterzuentwickeln, denn niemand fängt bei null an. Vielleicht hier eine gute Übung für die Promotion: nimm eine vorhandene Forschung auseinander, sezieren sie. Denke darüber nach, wie sie besser gemacht sein könnte. Du lernst etwas, bist inspiriert und motiviert.

Erfolgsgesetz 3: Denke mit dem Stift in der Hand.

Arbeite mit Skizzen und Notizbüchern. Nutze analoge und digitale Möglichkeiten, deine Gedanken und Ergebnisse zu visualisieren. Auf diese Art lassen sich Lücken aber auch neue Ideen generieren. Visualisierung ist ja beim Schreiben auch immer ein großes Thema, einerseits als Kreativitätstool und andererseits auch um Lücken zu finden. Darüber hatte ich hier ja schon einmal geschrieben.

Erfolgsgesetz 4: Verbinde das, was noch nicht verbunden ist

Hier ist die Idee gemeint, auch mal über den Tellerrand zu schauen. Das hat Leonardo da Vinci jedenfalls gemacht. Ohne sich Inspiration von anderen Gebieten zu holen, hätte er nicht so viele geniale Entdeckungen gemacht, verbunden und weiterentwickelt. Als ich das las habe ich sofort an die Bionik gedacht, die Phänomene der für die Technik nutzbar macht. Diese Idee ist sicher nicht neu, möglicherweise für Dich und Deine Dissertation aber mal überlegenswert.

Erfolgsgesetz 5: Fühle, was andere fühlen

Zunächst ungewöhnlich, denn in der Wissenschaft zählen ja meist nur harte Fakten und weniger die Gefühle. Die Idee hinter diesem Erfolgsgesetz ist die Überlegung, dass Innovation auch etwas mit Empathie zu tun hat. Hier geht es also darum, einen Perspektivenwechsel zu übernehmen. Und Empathie und Unvoreingenommenheit sind in Bezug auf neue Themen und Fragen sicher in der Wissenschaft auch ein Thema. Forschungsfragen aus der Sicht anderer zu sehen oder zu generieren, erweitern den Horizont. Auch bei der Suche nach neuen Erkenntnissen ist es sicher nicht schlecht, aus anderen Blickwinkeln zu schauen. Und schließlich ist beim Schreiben immer die Frage, was die Leser und Leserinnen darüber denken mögen. Diese Frage ist wichtig, um die eigenen Ergebnisse und Texte zu prüfen.

Erfolgsgesetz 6: Probe deinen Mut

Leonardo da Vinci hat sich auf der Suche nach neuen Erkenntnissen auch schon mal über andere Meinungen hinweggesetzt oder Begrenzungen ausgedehnt. Das sollte auch für die Promotion gelten, denn Promovierende müssen ausgesprochen mutig sein, allein die Entscheidung zur Promotion ist eine erste mutige Entscheidung. Also ist es nicht verkehrt, sich während der Promotion immer mal wieder bewusst zu machen, wie mutig man selber ist. Keine Promotion wird ohne Risiko eingegangen und auf die erworbenen Erkenntnisse müssen mutig verteidigt werden.

Trau dich etwas, beziehe Position und argumentiere für Deine Vorgehensweise und deine Ergebnisse.

Sei Dir bewusst, dass Du auch als Wissenschaftler oder Wissenschaftlerin kreativ bist und es sich bei Deinem Mut um einen „kreativen Mut“ handelt.

Erfolgsgesetz 7: Folge Deinem Stern

Leonardo da Vinci hat festgestellt, dass in bestimmte Themen im Laufe seines Lebens immer wieder begegnet sind. Und so formuliert der Autor das siebte Erfolgsgesetz, bei dem die Frage im Vordergrund steht, welche Bestimmung geleitet. Frage Dich, was du wirklich, wirklich willst. Und dann bleibe, auch bei Herausforderungen mit deinen Zielen und dem großen Ganzen verbunden.

Insgesamt

Das Buch „Die Da-Vinci Formel. Die sieben Erfolgsgesetze für innovatives Denken. Was wir von Renaissance-Genie lernen können“, von Jens Möller ist ein nettes kleines Büchlein, das sich mal an einem Sonntagnachmittag durchlesen lässt. Inspirierend ist es auf jeden Fall und über das Leben von Leonardo da Vinci erfährt man auch etwas.