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Denkraum zur Promotion
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Denkraum zur Promotion

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Denkraum – Schreibraum… und noch mehr Räume schaffen

Wie Dir ein „Denkraum“ helfen kann, Dich zu fokussieren:
Fokussierung ist ein wichtiges Thema für viele Promovierende, ob sie nun berufsbegleitend außerhalb der Universität, mit Stipendium oder als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in promovieren. Eigentlich ist es auch weniger die gelungene Fokussierung, sondern eher die fehlende Fokussierung das Thema in der Promotion. Es fehlt an Konzentrationstiefe- und Dauer. Überlastung, Chaos, fehlender Überblick gehören auch dazu.

Um Dich besser zu fokussieren kannst Du die unterschiedlichen Tätigkeiten der Promotion und des Schreibens voneinander trennen: Denn die Arbeit an der Dissertation erfordert bekanntermaßen unterschiedliche Tätigkeiten. Dazu gehören neben den Forschungstätigkeiten wie Datenerhebung, usw. das Lesen von Forschungsliteratur, das Planen der gesamten Arbeit, dass Konzipieren von Abschnitten, das Verfassen von Rohtexten, die Einarbeitung des Feedbacks, die einzelnen Überarbeitungsschritte und dann noch einmal weitere Überarbeitungsschritte, usw.

Es ist nicht unbedingt notwendig, alles voneinander zu trennen, beim Denken, Lesen und beim Schreiben macht das aber durchaus Sinn.

Trenne denken, lesen und schreiben in Deiner Promotion. So stellst Du sicher, dass Du für jede Tätigkeit maximal konzentriert bist, denn nur so behältst Du den Überblick und bist offen für neue Ideen.

Getrennte Räume sind „Möglichkeitsräume“

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Foto: Pixabay

Um die Fokussierung durch das Trennen einzelner Arbeitsschritte zu unterstützen, ist es sinnvoll, diese Arbeitsschritte räumlich zu trennen. Du ermöglichst Dir damit eine Fokussierung auf die jeweilige Tätigkeit, Du schaffst Dir einen „Möglichkeitsraum“.

Schaffe Dir beispielsweise einen Denkraum, einen Schreibraum, einen Leseraum und vielleicht sogar einen Planungsraum. Das müssen nicht gezwungenermaßen besondere Zimmer sein, sondern kann auch immer der gleiche Raum sein, bei dem Du dann aber jeweils alle Utensilien der anderen Tätigkeit wegräumst. Der „Leseraum“ könnte auch auf dem Sofa sein oder im Park, in der Bahn, im Café oder sonst wo – wichtig ist nur, dass Du die einzelnen Tätigkeiten und Räume getrennt hältst. Wenn Du im „Schreibraum“ bist, ist es wichtig, dass dieser aufgeräumt ist, dass aus den anderen Arbeitsbereichen nichts mehr herumliegt, so dass Dir auch deutlich ist, in welchem „Raum“ Du Dich befindest.

Identifiziere die einzelnen Arbeitsbereiche Deiner Promotion und überlege, welche Arbeiten Du sinnvollerweise trennen solltest.
Denken, Lesen, Schreiben, Planen und Konzeptionieren lassen sich gut trennen:

Trenne das Lesen vom Schreiben

Nimm Dir zum Lesen Extra-Zeit. Wenn Du nicht gerade eine Literatur-Studie machst, bei der die Trennung möglicherweise etwas schwieriger fällt (wenn sie denn sinnvoll ist), kannst Du Dir jeden Tag zum Beispiel 30 Minuten zum Lesen reservieren. Etabliere für das Lesen und für das Schreiben unterschiedliche Plätze in Deinem Büro oder Deiner Wohnung. Möglicherweise kannst Du zum Lesen auch woanders hingehen. Du kannst auch den gleichen Platz nehmen, zum Lesen kann es schon helfen, den Computer auszumachen oder den Laptop wegzustellen.

Trenne das Denken vom Schreiben: Schaffe Dir einen Denkraum

Nimm Dir zum Denken besondere Zeit. Es ist nicht unbedingt notwendig, dass Du dazu am Schreibtisch sitzt oder an einem bestimmten Ort bist, wobei Du wahrscheinlich für Dich selbst herausfinden musst, wo Du am besten denken kannst. Manchmal kann es sinnvoll sein, beim Denken etwas zu schreiben oder zu malen zu haben, um Skizzen anzufertigen. Dein Denkraum muss nicht immer am gleichen Ort sein – Probiere aus, was für Dich am besten ist.

Gönne Dir jeden Tag eine besondere Zeit, um über Dein Promotionsthema nachzudenken.
Entwickle beispielsweise Theorien oder denke über Theorien nach. Überlege am besten vorher, zu welchem Thema Du nachdenken möchtest. Dann setz Dich hin, oder gehe spazieren und denke nach!

Trenne das Planen vom Schreiben

Nimm Dir Zeit, Deine Dissertation, aber auch Dein Schreibprojekt zu planen. Das bedeutet, ein Konzept für das Schreiben, bzw. Dein Schreibprojekt zu entwickeln, eine Gliederung oder einen Ablaufplan. Planen kannst du beispielsweise mit der Übersichts-Schreib-Tabelle. Wenn Du zu schnell ins Schreiben gerätst, kann es passieren, dass Du irgendwann nicht mehr weißt, was Du überhaupt schreiben sollst, bzw. schreiben wolltest. Beim Schreiben kann Dir dann Deine Planung, bzw. Deine Denkskizze helfen.

Trenne das Überarbeiten vom Schreiben

Schreiben ist Schreiben. Überarbeiten ist überarbeiten! Trenne diese Tätigkeiten unbedingt voneinander.

Wenn Du gleichzeitig schreibst, fokussiert Du Dich weniger auf Deine Schreibziele und schaust immer wieder zurück. Das Schreiben der Promotion besteht fast zur Hälfte darin, Rohtexte zu überarbeiten, bzw. dem Verdichten des Textes. Deswegen trau Dich ruhig, an einem Stück zu schreiben und nicht währenddessen oder kurz darauf zu schon überarbeiten, sondern konzentriere Dich darauf, längere Texte ohne direktes überarbeiten zu schreiben.

Versuch macht klug!

Probiere einmal aus, Deine Arbeitsschritte zu trennen. Du wirst wahrscheinlich schnell feststellen, dass Du viel fokussierter und viel konzentrierter bei den jeweiligen Tätigkeiten bist. Du kannst Dich nämlich nun immer auf eine Sache konzentrieren, dass sortiert Deine Gedanken und schafft Raum für Entwicklungen. Deine Gedanken bleiben länger an einem Ort und Du bekommst mehr Tiefe in Deine Gedanken. Du bist weniger schnell abgelenkt und schaffst es, immer länger und immer konzentrierter zu bleiben. Nach einiger Zeit wirst Du feststellen, dass Du Dir neue Techniken des Arbeitens angewöhnst und so immer erfolgreicher und gewinnbringender arbeitest.

Schaffe Dir Möglichkeitsräume durch einzelne Arbeitsräume zum Lesen – Denken-Schreiben- Planen und Konzipieren. Die Möglichkeitsräume bieten nämlich die Möglichkeit, Deine Ziele kreativ, konzentriert und fokussiert zu erreichen.

Das Wichtigste in Kürze:

Trenne die einzelnen Arbeitsbereiche und fokussiere Dich auf jeden Bereich.

  • Trenne Deine einzelnen Arbeitsschritte/Tätigkeiten.
  • Reserviere Dir beispielsweise tägliche Lese- Denk- und Schreibzeit.
  • Schaffe Dir neue Räume – physisch und gedanklich!
  • Statte Deine Räume unterschiedlich aus, so dass Du Dich jederzeit orientieren kannst.

 

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Die Fotos in diesem Beitrag habe ich von pixabay.com