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Fokussieren in der Promotion

Fokussiertes Arbeiten immer wieder ein großes Thema in der Promotionsphase. Allzu leicht ist man abgelenkt und ehe man sich versieht, ist man auch gedanklich oder gar körperlich schon wieder ganz woanders.

Fokussieren kostet Kraft

Ursache für diese schnelle Ablenkungsgelegenheiten liegen in der Natur der Sache-also im Wesen der Promotion. Zu viele Aufgaben, Anforderungen, Themen müssen unter einen Hut gebracht werden. Außerdem ist das Forschungsprojekt kaum planbar, denn im Forschungsprozess ergeben sich stetig viele Unwägbarkeiten und nicht oft ergeben sich neue Optionen, die eine Entscheidung mit sich bringen – und das dauert! Selten funktioniert etwas so, wie es ursprünglich geplant war – und im Endeffekt dauert alles immer länger als gedacht. Und das gilt für jede Promotion! Wer dranbleiben will, braucht jede Menge Kraft und Durchhaltevermögen!

Annehmen was ist

Um den Fokus zu behalten, ist es wichtig, diese besondere, unsichere, oft unterbrochene Arbeitsweise in der Promotionsphase zu akzeptieren und zu kalkulieren. Darum ist es sinnvoll, nicht gegen diese Arbeitsweise anzukämpfen, sondern eher zu lernen, mit ihr zu leben. Meiner Erfahrung nach gehört das unbedingt zur Kompetenzentwicklung in der Promotionsphase. Es gilt flexibel zu sein und sich Zeiträume für konzentriertes Arbeiten zu schaffen und andererseits in der Lage sein, Zeiten zu nutzen, in denen der Fokus eben nicht im Fokus steht.

Was ist Fokus eigentlich?

Fokus ist die absichtsvolle Konzentration der Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Ziel oder eine bestimmte Aufgabe. Das bedeutet, die Aufmerksamkeit bewusst zu planen und-das ist wahrscheinlich viel schwieriger-die Aufmerksamkeit über einen bestimmten Zeitraum zu behalten. Erleichtert wird das übrigens besonders bei attraktiven Aufgaben, wobei es in einigen Phasen der Promotion generell an attraktiven Aufgaben mangelt.

Wie Du Fokus (be-) halten kannst

Um den Fokus zu halten, musst Du natürlich erst einmal welchen haben. Ich empfehle Dir, vorher zu entscheiden, wo Dein Fokus liegt. Das kannst Du tageweise, wochenweise, oder monatsweise bestimmen. Günstig ist, den Fokus für jeden der drei vorgeschlagenen Zeiträume zu bestimmen, wobei Du natürlich dann noch andere Zeiträume, beispielsweise das Quartal und das Jahr für Dich bestimmen kannst. Eine generelle Überlegung könnte auch sein, das Ende der Dissertation bzw. der Promotion als Fokus-Ziel zu bestimmen.

Aber erst einmal schnelle Lösung: Schreibe auf deine Liste, was Du heute, diese Woche, diesen Monat machen musst. Suche Dir drei Priorität-A-Aufgaben aus und beginne daran zu arbeiten. Mache auch morgen diese Liste und übermorgen und überübermorgen. Eine Alternative für diese Liste ist der 1-3-5 Wochenplan.

Fokus halten üben

Fokus bzw. es halten von Konzentration bzw. von Aufmerksamkeit auf eine Sache ist wie vieles andere auch, Übungssache. Wie alles im Leben ist üben einfach das Wiederholen dessen, was Du verinnerlichen, lernen willst. Um Dir das Üben zu erleichtern, empfehle ich erst einmal sanft zu beginnen. Versuche den Fokus zunächst 10-20 Minuten zu halten und dann dehne diese Zeit aus.

Die große Schwester des Fokus: das Umherschweifen

Während der Promotion ist das fokussierte Arbeiten wichtig und notwendig. Allerdings ist es ebenso wichtig, kreativ zu sein und das Gehirn, den Geist, zu regenerieren. Regeneration und Ruhe sind generell wichtig, wenn Du hoch konzentriert sein möchtest.

In Abwechslung zum hochaufmerksamen, konzentrierten Arbeiten ist es also notwendig, andererseits die Gedanken fließen zu lassen und jene Arbeiten zu leisten, die diese Art von Fokussierung, nämlich die sogenannte Streufokussierung, zu ermöglichen. Das gibt Dir die Gelegenheit auf neue Ideen zu kommen, abzuschalten und kreativ zu sein.

Also ist Fokussierung immer ein Wechselspiel von hoch konzentriertem Arbeiten mit gelenkter Aufmerksamkeit und dem Umherschweifen, dem Ausruhen und der Möglichkeit zur Kreativität.

 Wenn Du jetzt das Gefühl hast, nicht genug bzw. nicht oft genug fokussiert zu sein, dann fange langsam an und erhöhe das Level.

 Tipp:

Kleiner Tipp: Eine Sanduhr oder ein Timertimer (Affiliatelink) können dabei helfen, sich über einen bestimmten Zeitraum zu konzentrieren. Das ist beispielsweise auch Hintergrund der sogenannten Pomodoro-Technik. Wenn Du weißt, was Du tun willst und wenn Du weißt, wo Du hin willst, dann sollte Deine Fokussierung zu den Zeiten, die Du für Dich bestimmst, kein Problem mehr sein. Achte auf den Wechsel von Spannungs- und Entspannungsphasen.

Dr. Jutta Wergen

Du bekommst von mir hilfreiche Unterstützung in Deiner Promotionsphase. Ich habe in meinen Beratungen, meinen Coachings und Workshops, on-und offline, hilfreiche und passgenaue Coachinginstrumente und Tools entwickelt. 

Dabei lege ich den Fokus auf die praktische Umsetzung und die Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit von Promovierenden.

Coachingzonen-Wissenschaft habe ich 2014 gegründet. Hier biete ich, mittlerweile mit einem Team Online-Kurse für Promovierende an.

Ich kenne das Feld der Wissenschaft seit vielen Jahren und kenne die Strukturen der Nachwuchsförderung sowie die Besonderheiten von Promotionen. Ich weiß daher, welche typischen (und untypischen) Probleme und Fragen Promovierende haben können und kenne und entwickle mit Promovierenden gemeinsam die individuell passenden Antworten und Lösungen.

Ich arbeite seit 2001 als Coach und Trainerin mit Promovierenden. Zunächst habe ich Graduiertenprogramme koordiniert, Weiterbildungen konzipiert und angeboten. Selbstverständlich habe ich dazu selbst verschiedene Aus-und Weiterbildungen absolviert.

Als Trainerin und Coach biete ich an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen für Promovierende Workshops und Coachings an.