
Projektskills von Wissenschaftler*innen sichtbar machen
Wer in der Wissenschaft arbeitet, führt ständig Projekte durch: Promotion, Drittmittel- und Verbundvorhaben, Tagungen, neue Lehrformate oder Aufgaben in der Selbstverwaltung. Diese Arbeit wird aber selten als Projektmanagement benannt. Sie gilt eher als „Nebenbei-Organisation“ oder als selbstverständlicher Teil der Forschung. Dadurch bleiben wichtige Kompetenzen unsichtbar, sowohl für die Wissenschaftlerinnen selbst als auch für künftige Arbeitgeberinnen, Auswahlkommissionen und Förderinstitutionen.
Projektkompetenz wird in fast allen Rollen mit Koordinations- und Führungsanteil erwartet: im Wissenschaftsmanagement, in der Hochschulleitung, im Transfer, in der öffentlichen Verwaltung, in der Beratung und in der Wirtschaft. Wer seine Erfahrung in dieser Sprache beschreiben kann, positioniert sich klarer. Das gilt für die Bewerbung auf eine Postdoc- oder Koordinationsstelle, für den Wechsel in einen außerakademischen Beruf und für die Übernahme von Leitungsaufgaben in Verbünden, Fakultäten oder Hochschulgremien.
Die Teilnehmenden analysieren ein eigenes Projekt aus Promotion, Forschung, Lehre oder Selbstverwaltung entlang zentraler Projektelemente. Dabei erfassen sie ihre Rollen und Kompetenzen systematisch und formulieren daraus ein persönliches Projektkompetenzprofil in Bewerbungssprache. Zum Schluss ordnen sie passende Rollen zu und legen zwei bis drei konkrete nächste Schritte fest.
- Die Promotion als Projekt/Mein Forschungsprojekt unter der Lupe
- Projektmanagement-Grundprinzipien im Wissenschaftsalltag wiedererkennen
- Mein Projektkompetenzprofil
- Projektkompetenz als Karriere-Skill innerhalb und außerhalb der Hochschule
- Nächste Schritte zur Profilschärfung
Gut zu wissen
Für wen eignet sich der Workshop?
Der Workshop „Projektskills von Wissenschaftler*innen sichtbar machen“ richtet sich an Promovierende, Postdocs und Professor*innen, die Promotion, Drittmittelvorhaben, Tagungen oder Gremienarbeit stemmen, ohne diese Arbeit bisher als Projektmanagement zu benennen. Vorkenntnisse im Projektmanagement sind nicht nötig.
Was nehmen die Teilnehmenden mit?
Ein persönliches Projektkompetenzprofil in Bewerbungssprache, entwickelt am eigenen Projekt: mit konkreten Formulierungen für CV, Anschreiben und Gespräche, einer Einordnung passender Rollen innerhalb und außerhalb der Hochschule sowie zwei bis drei nächsten Entwicklungsschritten.
Für wie viele Teilnehmende ist der Workshop ausgelegt?
Für 8 bis 12 Teilnehmende. In dieser Größe funktionieren die Projektanalyse und das kollegiale Feedback in Kleingruppen von drei bis vier Personen, auf denen der Workshop aufbaut.
Welchen Mehrwert bietet der Workshop für Graduiertenprogramme?
Der Workshop stärkt die Steuerung laufender Vorhaben: Wer das eigene Projekt mit Zielen, Meilensteinen und Stakeholdern plant, erkennt Risiken früher und kommuniziert klarer mit der Betreuung. Das beugt Verzögerungen vor und unterstützt zugleich die Karriereorientierung innerhalb und außerhalb der Wissenschaft.

- Der Workshop macht verborgene Kompetenzen sichtbar: Promotion, Forschung, Lehre und Gremienarbeit werden als Projektarbeit erkennbar. So können die Teilnehmenden ihre Erfahrung in der Sprache von Arbeitgeber*innen und Auswahlkommissionen beschreiben.
- Der Workshop liefert direkt nutzbare Ergebnisse: Alle Teilnehmenden entwickeln ein persönliches Projektkompetenzprofil mit konkreten CV-Formulierungen, Gesprächsargumenten und einem kurzen Pitch, den sie sofort in Bewerbungen einsetzen können.
- Der Workshop fördert berufliche Orientierung: Er zeigt passende Rollen innerhalb und außerhalb der Wissenschaft auf, benennt gezielte Entwicklungsschritte und reduziert so Unsicherheit bei Karriereentscheidungen.
- Der Workshop stärkt die Steuerung laufender Projekte und entlastet die Betreuung: Wer das eigene Vorhaben als Projekt mit Zielen, Meilensteinen und Stakeholdern plant, erkennt Risiken früher, kommuniziert klarer mit Betreuenden und beugt Verzögerungen vor. Davon profitieren Promotionsprogramme, Graduiertenschulen und Arbeitsgruppen gleichermaßen.
- zentrale Elemente des Projektmanagements (Ziele, Phasen, Rollen, Stakeholder, Risiken) verstehen und benennen.
- eigene Tätigkeiten aus Promotion, Forschung, Lehre oder Selbstverwaltung als Projekte einordnen.
- die dabei gezeigten Kompetenzen in ein persönliches Projektkompetenzprofil übertragen.
- das Profil in Bewerbungsunterlagen und Gesprächen anwenden und zwei bis drei nächste Entwicklungsschritte benennen.
Der Kompaktworkshop ist flexibel in drei Längen buchbar: 90, 120 oder 180 Minuten. Die längeren Formate bieten – je nach Gruppengröße – mehr Raum für intensiven Austausch, vertiefte Reflexion sowie eine detaillierte Situationsanalyse und den Praxistransfer.

Gründerin von Leaving Academia und Autorin von Leaving Academia: Erfolgreich neue Wege gehen (Barbara Budrich/utb). 16 Jahre Forschung und Lehre in Englischer Sprachwissenschaft und Fachdidaktik, 3 Jahre Erfahrung im internationalen Wissenschaftsmanagement. Zertifikat für Hochschuldidaktik; Weiterbildung in systemischer Beratung. Mehrjährige Erfahrung in der Begleitung von Wissenschaftler*innen bei ihrer beruflichen Neuorientierung.
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