Schreib-Zeit-Plan für die Dissertation

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Auf dem langen Weg der Promotion brauchst du einen Plan: Den Schreib-Zeit-Plan für die Dissertation! Oft ist es so, dass am Anfang der Promotion noch recht klar ist, was zu tun ist und wohin sich Fragestellung und Thema entwickeln. Doch im Laufe der Zeit kommen immer mehr Ideen für den Forschungsprozess hinzu und es ergeben sich neue Aufgaben. Hier beschreibe ich den Plan und wie er funktioniert, unten kannst Du ihn dann herunterladen.

 Eine Promotion dauert immer länger als gedacht

Viele Promovierende berichten, dass sie ungefähr nach 6-12 Monaten des Promovierens nicht mehr genau wissen, wo sie stehen und wie viel Zeit sie bis zum Ende der Promotion benötigen. Die fehlende Orientierung, die sich im Verlauf der Promotion ergibt, ist oft Ursache für schwindende Motivation. Die meisten Promovierenden merken erst im weiteren Verlauf ihrer Promotion, dass bei der Planung der Promotionsphase und der Erstellung des Zeitplans nicht alle Einzelheiten berücksichtigt wurden (wie denn auch?) – und die Arbeit dann doch länger dauert als vorher gedacht.

Ein Plan fördert die Motivation

Zur Stärkung der Motivation hilft ein Zeitplan. Aber oft ist es so, dass Promotionen und Zeitplanung irgendwie nicht zueinander passen. Es scheint dazuzugehören, dass ein Zeitplan in der Promotionsphase nicht eingehalten werden kann. Zumindest scheint es kaum Promovierende zu geben, die sagen, dass sie „im Plan“ sind. Das liegt an den vielfältigen Aufgaben und natürlich auch daran, dass die eigene Forschungsarbeit immer wieder neue Erkenntnisse und Veränderungen im Forschungsprozess bringt. So etwas kann nicht langfristig in einem Zeitplan im Voraus geplant werden.
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Flexibel muss der Zeitplan sein

Um auf aktuelle Anforderungen des Forschungsprozesses reagieren zu können, ist ein flexibler Zeitplan nötig. Für die Dissertation stelle ich darum hier einen Schreib-Zeit-Plan vor, der dabei hilft, das gesamte Schreibprojekt im Blick zu behalten. Der Schreib-Zeit-Plan verbindet das Schreiben der Dissertation mit einem Zeitplan. Dieser Plan ist weniger eine To-Do-Liste, sondern eher ein Orientierungs-Plan für die Dissertation. Er bietet einen tollen Überblick über den gesamten Schreibprozess. Neben diesem Schreib-Zeit-Plan ist es sinnvoll, noch einen Wochen-Arbeitsplan zu führen und gegebenenfalls auch einen Zeitplan, in dem die Forschungsschritte aufgeführt sind, sondern auch andere in der Promotionsphase wichtige Tätigkeiten, wie Publikationen, Vorbereitung von Lehrveranstaltungen, Tagungsbesuche oder andere, wichtige Meilensteine.

Unten den Schreib-Zeit-Plan für die Dissertation herunterladen!

Das ist der Schreib-Zeit-Plan

Der Schreib-Zeit-Plan lässt sich am besten als Tabelle führen. In der ersten Spalte wird die Struktur bzw. Gliederung der Arbeit eingetragen. In der folgenden Spalte wird beschrieben, welche Funktionen der jeweilige Gliederungspunkt für die gesamte Arbeit hat. Jedes Kapitel und jedes Unterkapitel Deiner Doktorarbeit wird in dem Plan aufgeführt. Die Funktionen der weiteren Spalten erkläre ich im Anschluss.

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Funktion/Aufgabe des Kapitels/Unterkapitel in Deiner Arbeit

In der Spalte daneben wird aufgeführt, welche Funktion der jeweilige Gliederungspunkt in Deiner Arbeit hat. So erkennst Du auch leicht, welche Kapitel und Unterkapitel wirklich wichtig sind und Du erkennst auch, was redundant ist. Ebenfalls wird deutlich, ob Du einen sinnvollen „roten Faden“ in Deiner Arbeit hast.

Aussagen der Kapitel/Unterkapitel.

In der nächsten Spalte führst Du auf, welche Aussagen Du in den jeweiligen Kapiteln bzw. Unterkapiteln treffen möchtest. Hier notierst Du nur die wichtigste Aussage, die das Kapitel enthält. Oder: Damit beantwortest Du die Frage: Was ist die wichtigste Aussage aus diesem Kapitel? Beispielsweise könntest Du im Theorie-Kapitel aussagen, dass es diese und jene Theorien gibt, welche Theorien Du für Deine Arbeit zugrunde legst und warum Du Dich auf bestimmte Theorien fokussierst.

Weitere Spalten: Je nachdem, welche Arbeit Du schreibst oder was Dir wichtig ist, kannst Du die folgenden Spalten gestalten. Hier einige Beispiele, welche Spalten andere Promovierende führen.
Das ist fertig-das ist geplant: Nun könntest Du eine weitere Spalte einfügen, nämlich die Spalte in der Du aufführst, welche Inhalte schon stehen und welche geplant sind.
Seitenplanung: Du könntest eine Liste führen, wie viele Seiten für das jeweilige Kapitel geplant sind. Dazu könntest Du noch schreiben, wie viele Seiten Du bereits fertig hast z. B. 12/20 wobei das so zu lesen ist, dass Du 20 Seiten geplant hast und 12 bereits fertig sind.
% Anteile: Du könntest aufführen, wie viel Prozent des jeweiligen Kapitels bzw. Unterkapitel fertig ist.
Fragen und Ideen: Mit dieser Zeile kannst Du Dir Fragen oder Ideen notieren, die Du dann mit der Promotionsbetreuung oder anderen Experten und Expertinnen besprichst.
Bearbeitungsdatum: Notiere, wann Du zuletzt an dem Kapitel/Unterkapitel gearbeitet hast. So behältst Du den Überblick
Sonst noch: Mit einer farbigen Markierung für jede Zeile kannst Du auf den ersten Blick sichtbar machen, wie weit der Bearbeitungsstand der jeweiligen Kapitel/Unterkapitel ist. Beispielsweise kann in einem Tabellenkalkulationsprogramm eine Bedingte-Formatierung durch die Angabe in Prozent, durch ausgefüllte Felder oder über Stichworte automatisch für dich eine Farbmarkierung machen.

So arbeitest Du mit dem Schreib-Zeit-Plan

Insgesamt ist der Schreib-Zeit-Plan flexibel und für alle individuellen Bedürfnisse anzupassen. Die Tabelle ist beliebig erweiterbar. Lade Dir den Schreibzeitplan entweder als Word-Datei oder als Excel-Datei herunter und passe die Spalten an Deine Vorstellungen oder Deine Bedürfnisse an oder erstelle Dir selbst eine Tabelle. Fülle nun die erste Spalte aus. Falls Du noch nicht genau weißt, wie genau Deine Arbeit gegliedert ist oder Dir noch Inhalte fehlen, lasse Zeilen frei. Du kannst auch jederzeit nachher Zeilen in Deinen Schreib-Zeit-Plan einfügen.

Nun fülle die zweite Spalte, Funktion der Kapitel und Unterkapitel, zu Deiner Arbeit aus. Natürlich ist es nicht mal eben gemacht, sondern erfordert vielleicht doch einige Tage des Nachdenkens. Möglicherweise dauert es auch noch länger als angenommen. Besonders wenn Du noch sehr am Anfang Deiner Promotion bist, kann es auch sein, dass Du noch nicht viele Zeilen ausfüllen kannst. Das macht aber nichts!

Führe den Schreib-Zeit-Plan regelmäßig während des Schreibens. Günstig ist es, den Schreib-Zeit-Plan stetig auf einem zweiten Monitor mitlaufen zu lassen oder ihnen als Dokument mit dem Schreibdokument geöffnet zu haben. Der ständige Blick auf den Schreib-Zeit-Plan verhindert abschweifen. Etwaige Änderungen können sofort eingetragen- und dabei auf Stringenz des gesamten Textes überprüft werden. Ein netter Effekt des Schreib-Zeit-Plans ist außerdem, dass damit die Entwicklung der Dissertation und des gesamten Promotionsprojekts sichtbar gemacht werden kann, indem der Plan immer unter dem jeweiligen Datum abgespeichert wird. So ist es ganz schön, zuzuschauen, welchen Fortschritt die Dissertation gemacht hat, denn die eigenen Fortschritte können manchmal ganz schön unsichtbar sein.

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Du kannst Deinen Schreib-Zeit-Plan außerdem als Grundlage für die Gespräche mit der Promotionsbetreuung nutzen.

Hier Schreib-Zeit-Plan für die Dissertation herunterladen: